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Adveq sieht eine tripolare Private-Equity-Welt nach der Wirtschaftskrise

Zürich/Frankfurt am Main, 3. November 2009 – Adveq, ein führender unabhängiger Investmentmanager von Private-Equity-Dachfonds mit Niederlassungen in Peking, New York, Frankfurt und Zürich präsentierte heute anlässlich der jährlichen Pressekonferenz in Frankfurt am Main eine aktuelle Einschätzung des Private-Equity-Marktes und einen Ausblick auf seine Zukunft. Nach Adveq sehen sich Investoren heute erstmals mit einer tripolaren Private-Equity-Welt konfrontiert, in der jede der grossen Private-Equity-Regionen USA, Europa und Asien ihren eigenen Gesetzmässigkeiten folgt. Bedingt durch die Wirtschaftskrise stellen Bewertungen, Refinanzierungen und die Exitmärkte die wichtigsten Herausforderungen der Zukunft für den Sektor dar.

Die privaten Märkte der Zukunft werden nach Ansicht von Adveq durch eine tripolare Welt bestimmt. Während Private Equity ursprünglich ein US-amerikanisches Konzept war, das sich in den 80er Jahren via Europa und später Asien globalisierte, stehen Investoren heute vor drei verschiedenen Private-Equity-Welten. Sie werden durch unterschiedliche Bedingungen charakterisiert und folgen einer jeweils eigenen Dynamik: 

  • Asien zeichnet sich durch starkes Wachstum aus, das beispielsweise in China durch enorme Stimuluspakete für die Wirtschaft beschleunigt und in Indien durch die wachsende Mittelklasse vorangetrieben wird. Über 100 Fund Manager von Qualität wollen die sich in der Region Asien-Pazifik bietenden Investitionschancen ausnutzen.
  • Die Möglichkeiten in Europa sind weitgehend durch die europäische Integration bestimmt. Von Unternehmen ausgehende Verkäufe von Teilbereichen oder Tochtergesellschaften werden als Treiber von kleineren und mittelgrossen Transaktionen erwartet. Das Universum der Distressed- und Turnaround-Manager ist noch sehr jung, was von Investoren höchste Selektivität erfordert.
  • In den USA entstehen besondere Chancen durch Unternehmen, die in Schwierigkeiten sind, und durch den Technologiesektor. Im ersten Bereich schaffen Konkurse und Kreditausfälle erfolgversprechende Transaktionsmöglichkeiten für Distressed- und Turnaroundmanager. Im zweiten Bereich zwingt der gegenwärtig niedrige Mitteleinfluss in Venture Capital zu einer Konzentration auf die Finanzierung qualitativ hochstehender Innovationen.

Private Equity durchläuft einen weiteren grossen Zyklus. Während in der alten Welt das Fund-Manager-Universum schrumpft, ergeben sich den Investoren Möglichkeiten für Sekundärtransaktionen. Doch jede Weltregion muss heute gesondert, nach ihren spezifischen Konditionen beurteilt werden.

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Privat-Equity-Sektor zeichnen sich immer klarer ab. Bewertungen, Refinanzierungen und die Exitmärkte können als wichtigste Herausforderungen der Zukunft genannt werden:

  • Kurz- wie langfristige Vergleichsrechnungen zeigen, dass Private Equity eine Outperformance gegenüber den Aktienmärkten erzielt.
  • Institutionelle Investoren sind gemäss verschiedenen Studien nach wie vor sehr zufrieden mit ihren Private-Equity-Programmen. Dies gilt in der Betrachtung auch nach der Krise. Viele Investoren, die ihre Zielallokation in der Anlageklasse noch nicht erreicht haben, planen einen weiteren Ausbau.
  • Viele Private Equity Fund Manager haben die Boomjahre 2005 bis 2007 zu einer Bereinigung ihrer Portfolios genutzt, d.h. ein Grossteil der vorher getätigten Transaktionen wurden erfolgreich verkauft, wenige abgeschrieben.
  • Das Hauptvolumen des Fremdkapitals, welches in den Boomjahren für Buyouts vergeben wurde, steht zwischen 2013 und 2014 zur Refinanzierung an. Den betroffenen Unternehmen steht der Härtetest also erst bevor.
  • In den kommenden Jahren werden Verkäufe durch Unternehmungen, aber auch Schwierigkeiten bei der Refinanzierung zu guten Einstiegsmöglichkeiten zu attraktiven Konditionen führen.

Dr. Peter Laib, Managing Director bei Adveq sagt: „Insgesamt sind institutionelle Investoren mit Ihren Private Equity-Programmen sehr zufrieden. Einerseits ist eine deutliche kurz- und langfristige Überrendite zu den Aktienmärkten nachweisbar. Zusätzlich zeigt sich die stabilisierende Wirkung auf das Gesamtportfolio.“

Bruno Raschle, CEO von Adveq, fügt an: „Durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise entstehen viele attraktive Chancen für qualitative hochstehende Fund Manager. Investoren müssen sich aber bewusst sein, dass die Dynamik der privaten Märkte heute erstmals durch eine tripolare Welt bestimmt wird. Jede Region ist eigenen Bedingungen unterworfen und muss deshalb gesondert analysiert werden. Dies ist der Schlüssel für erfolgreiche Private-Equity-Investitionen in der Zukunft.“

Über Adveq
Mit Hauptsitz in Zürich und verwaltetem Kundenvermögen von USD 4 Milliarden ist Adveq einer der global führenden unabhängigen Manager von Private Equity Fund of Funds. Das 1997 gegründete Unternehmen verfügt über Büros in Zürich (Schweiz), Frankfurt (Deutschland), New York (USA) und Peking (China) sowie über eine Repräsentanz in Sidney (Australien). Adveqs Investoren kommen grösstenteils aus dem internationalen institutionellen Bereich. Sie profitieren von Adveqs globalem Netzwerk von weltweit über 120 erstklassigen Fund Managern.

Weitere Informationen
Stefan Bannwart
Email: sb(at)stefanbannwart.com
Telefon: +41 (0)43 288 32 00


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