Steigende Private Equity Allokation der institutionellen Anleger in Japan
Tokio/Zürich, 21. Februar 2007 – Japanische Unternehmen werden in den nächsten zwei bis fünf Jahren voraussichtlich stärker in Private Equity investieren. Dies geht aus einer Studie hervor, die der Private Equity Dachfonds-Manager Adveq gemeinsam mit der Universität Kyoto durchgeführt hat. Diese erstmalige Vollmarkterhebung zum Private Equity Verhalten japanischer institutioneller Anleger zeigt, dass 25,2% der japanischen Institutionen bereits in Private Equity investieren. Die meisten begannen damit erst nach dem Jahr 2000. Ebenso lässt die Studie darauf schliessen, dass sich die Private Equity Investitionen der japanischen Investoren gemessen an ihren Assets under Management in den nächsten zwei bis fünf Jahren verdreifachen werden.
Adveq analysierte gemeinsam mit der Universität Kyoto – einer der führenden Universitäten Japans – das Verhalten bei den Private Equity Investitionen und die Zukunftspläne von japanischen Pensionskassen (von Betrieben und Branchenverbänden), Versicherungen, Banken, Anlageberatungsfirmen, Wertpapiergesellschaften und anderen Finanzdienstleistern. Darüber hinaus wurde die Risikotoleranz dieser Institutionen untersucht, um die Faktoren zu ergründen, die institutionelle Anleger zur Investition in Private Equity motivieren. Insgesamt wurde die Studie an 1584 institutionelle Anleger verteilt.*
Die wichtigsten Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Erhöhte Investitionen geplant
55,9% der Institutionen, die bereits Investitionen in Private Equity vornehmen, investieren momentan weniger als 1% ihres gesamten Assets in diese Anlagenklasse. In den nächsten zwei bis fünf Jahren wird sich jedoch die Anzahl der Institutionen, die bis zu 5% investieren, von 14,3% auf 28,6% verdoppeln, während der Anteil der Institutionen, die bis zu 10% investieren, von 2,9% auf 8,6% steigen wird. Der Anteil der Institutionen, die mehr als 10% investieren, wird stabil bleiben.
Durchschnittlich werden die japanischen Anleger in den nächsten zwei bis fünf Jahren ihre Investitionen in Private Equity mehr als verdreifachen. Während die durchschnittliche Allokation momentan mit etwa 0,4% des Assetvolumens relativ gering ausfällt, wird in diesem Zeitrahmen ein Anstieg des Anteils auf ungefähr 1,3% erwartet.
Verstärkte Investitionen in Dachfonds geplant
Von den drei verschiedenen Klassen an Private Equity Investitionen (Direktinvestitionen in Unternehmen, Direktinvestitionen in Funds und Investitionen in Dachfonds) stellen die Direktinvestitionen in Funds mit 63,6% die gängigste Route dar. Dies wird zwar auch künftig der Fall sein, doch ihr Anteil wird in den nächsten zwei bis fünf Jahren voraussichtlich auf 60,5% sinken. Auch die Direktinvestitionen in Unternehmen werden voraussichtlich von 20,0% auf 18,0% zurückgehen. Gleichzeitig ist aber zu erwarten, dass die Investitionen in Dachfonds erheblich steigen werden – von 16,4% auf 21,5%.
Internationalere Perspektive der Investitionen
Bisher wurde der grösste Teil, nämlich 67,3%, der Private Equity Anlagen auf dem japanischen Inlandsmarkt investiert. Dieser Anteil wird jedoch in den nächsten zwei bis fünf Jahren voraussichtlich um 4,1 Prozentpunkte sinken. Gleichzeitig werden die Investitionen in ausländische Märkte zunehmen. In Asien wird dieser Anstieg bei 2,5 Prozentpunkten liegen, während für die USA und Europa ein Anstieg von 1,4 Prozentpunkten erwartet wird.
Zielsetzung: solide Renditen und Portfolio-Diversifizierung
Als wichtigste Gründe für ihre Investitionen in Private Equity nannten japanische Institutionen eine höhere Rendite im Vergleich zu anderen Anlagenklassen sowie den Wunsch nach einer Diversifizierung des Portfolios. Im Durchschnitt streben die Institutionen eine absolute Rendite von 13,3% an. Sie gehen davon aus, dass die Rendite von Private Equity um 670 Basispunkte höher liegt als diejenige der börsennotierten Aktienmärkte.
Generelle Zufriedenheit
Der Umfrage zufolge entsprach die Rendite aus Investitionen in privates Beteiligungskapital bisher den Erwartungen von 60,6% der japanischen Institutionen. Die Performance übertraf die Erwartungen von 15,2% der Befragten und 9% gaben sogar an, dass ihre Erwartungen weit übertroffen wurden.
Bruno E. Raschle, Managing Director von Adveq, kommentierte die Studienergebnisse wie folgt: „Diese Studie bestätigt, dass japanische Institutionen Private Equity immer stärker als Komponente ihrer Investitionsportfolios betrachten. Für die kommenden Jahre kann eine deutliche Zunahme der Private Equity Allokation erwartet werden.“
„Im Vergleich zu anderen Märkten befindet sich Japan im Bereich Private Equity in einer frühen Phase. Insbesondere aufgrund der erwarteten Zunahme der japanischen Private Equity Investitionen im Ausland gehen wir davon aus, dass Dachfonds eine zunehmend wichtige Rolle dabei spielen werden, japanische Unternehmen bei der Weiterentwicklung ihrer Private Equity Investitionen zu unterstützen“, fügte Herr Raschle hinzu.
Die Studie wurde als neuste in einer Reihe ähnlicher Umfragen von Adveq in Auftrag gegeben, um den Informationsstand über das Verhalten von institutionellen Anlegern in Japan hinsichtlich Private Equity Investitionen zu verbessern. Gemeinsam mit einer Anzahl renommierter akademischer Institutionen hat Adveq bereits ähnliche Studien in Australien, der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden, in Nordeuropa und in Grossbritannien durchgeführt.
Über Adveq
Adveq ist der führende unabhängige Manager von Private Equity Fund of Funds in Europa. Das 1997 gegründete Unternehmen verwaltet Kundenvermögen in einer Grössenordnung von rund USD 2,5 Milliarden. Diese kommen fast ausschliesslich aus dem internationalen institutionellen Bereich und umfassen Pensionskassen, Versicherungen, Family Offices und andere Finanzdienstleistungsunternehmen schwerpunktmässig aus Europa, Asien, Australien und den USA.
Weitere Informationen
Stefan Bannwart
Head of Corporate Communications
Adveq Management AG
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*Insgesamt nahmen 171 Institutionen an der Umfrage teil, was einer Rücklaufquote von 10,8% entspricht. Gemessen an den gesamten Assets under Management belief sich die Marktabdeckung für die Kategorien der Sachversicherungen, Lebensversicherungen, Betriebsrentenfonds und Branchenverband-Rentenfonds auf 45,7%.