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Published: October 24, 2007, Börsen-Zeitung

Adveq glaubt an Private Equity in China

"Fonds wachsen in Dimension von KKR/Blackstone"

by Walther Becker

Frankfurt – Die Schweizer Adveq, der Dachfondsmanager in Private Equity in Europa, traut dem außerbörslichen Beteiligungsgeschäft in China enormes Wachstum zu. Die dortigen Fonds, die sehr professionell geführt würden, haben nach Einschätzung von CEO Bruno Raschle das Potenzial, in eine Dimension wie KKR oder Blackstone mit Fondsvolumina in zweistelliger Milliardenhöhe hineinzuwachsen.

Wie Raschle bei Kommentierung des Beteiligungsmarktes vor Journalisten am Dienstag in Frankfurt sagte, will sein Haus mit einem Büro in Peking, das noch 2007 eröffnet werde, an dem Wachstum teilhaben.

Adveq, die sich nun auch bei der US-Aufsicht SEC als Financial Advisor registrieren lässt, bezeichnet sich als den führenden unabhängigen Manager von Private Equity Funds of Funds in Europa. Das verwaltete Kundenvermögen sei binnen Jahresfrist um knapp 1Mrd. Dollar gewachsen, üblich sei in den Jahren zuvor ein Plus von 30%p. a. gewesen, sagte Peter Laib, Managing Director der 1997 gegründeten Adveq.

Die chinesische Regierung stelle derzeit die Weichen für die weitere Marktöffnung. Es gebe dort "Super-Manager" der Fonds, die Rahmenbedingungen seien mit den besten Anwaltskanzleien aus dem Westen und der Präsenz der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sehr positiv. Zudem würden Ausländer ins Brokerage hineingenommen. Der Staat dezentralisiere die Währungsreserven zunehmend, so dass einzelne Provinzen eigene Fondsvehikel auf die Beine stellten. "Private Equity soll die Speerspitze der wirtschaftlichen Entwicklungen" in der Volksrepublik werden, gibt Raschle seine Erfahrung wider. Adveq setzt wegen der Kontakte auf Peking als Zentrum für die künftige wirtschaftliche Entwicklung und nicht auf Shanghai, Hongkong oder Singapur. Derzeit sortiere die Regierung die Unternehmen des Landes; Raschle rechnet damit, dass um die 80 Konglomerate in Staatsbesitz übrig bleiben, andere würden in den Bankrott geschickt. Der Markt für Fusionen und Übernahmen (M&A) komme richtig in die Gänge. Asien trage bisher 20% zum Adveq-Geschäft bei, 30% sollen es in absehbarer Zeit werden.

Im Westen rechnet Laib mit einer Normalisierung am Buy-out-Markt nach Auftreten der Kreditkrise. Bisher seien Renditen der Investments aus den Anlagejahren 2002 bis 2004 von mehr als 30 % infolge der steigenden Bewertungen ("Multiple-Expansion"), des Gewinnwachstums und der "Rekapitalisierungen" dank günstiger Fremdfinanzierung üblich gewesen bei den großen Buy-outs. Künftig gehe es um Renditen von 12 bis 15% und ein um 300 bis 500 Basispunkte besseres Abschneiden als an den öffentlichen Märkten.


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